UNCOMPRESSED WORLD VOL. IV

UNCOMPRESSED WORLD VOL. IV

AUDIOPHILE SOLO PIANO

Eine ganze Compilation nur einem einzigen Instrument widmen? Würde das funktionieren? Das hatten wir uns gefragt, als wir Anfang 2012 mit der Arbeit an „Uncompressed World Vol. IV“ begonnen hatten.
Und: Welches Soloinstrument sollte es denn überhaupt sein? Wir konnten uns ziemlich schnell auf das Piano einigen. Schnell beantwortet war auch die Frage, ob man eine ganze Compilation einzig dem Solo Piano widmen kann: Ja, man kann. Und das sehr gut. Piano ist nämlich nicht gleich Piano. Steinway, Grotrian-Steinweg, Bösendorfer, Yamaha. Hinter jedem Hersteller steckt eine eigene Philosophie. Hinzu kommen die Unterschiede bei der Spieltechnik der Interpreten und bei der Aufnahmetechnik der Tonmeister.
Experten bezeichnen die Aufnahme eines Pianos ohnehin als die „Königsdisziplin der Mikrofonierung“. Denn ein Flügel hat einen sehr weiten Frequenzumfang (Saiten-Resonanz-Frequenzen 27,5 – 4200 Hz; mit Oberwellen bis hin zu 12 kHz) und auch einen extrem weiten Dynamikbereich. Entscheidend ist auch: Befindet sich das Instrument einsam in einem riesigen Konzertsaal oder raumausfüllend in einem kleinen Studio? Wo stehen bei der Aufnahme die Mikrofone? Insbesondere der Klassiker platziert sie mit großem Abstand zum Instrument. Das Klangbild ist indirekt, es ist sehr viel Raum dabei. Andere gehen mit den Mikrofonen ganz dicht dort heran, wo der Ton erzeugt wird. Das Resultat: Ein sehr intimer Klang, mit allen Nebengeräuschen. Man hört deutlich Hammer und Pedal.
Und, man mag es kaum glauben, es hat auch ein Piano „aus der Konserve“ den Weg auf unsere Compilation gefunden. Gesampelter Sound, eingespielt auf einem Midi-Keyboard, editiert mit einem Laptop. Unser Tipp: Bevor Sie das Booklet lesen, hören Sie sich die CD zuerst Titel für Titel an. Versuchen Sie herauszufinden, welcher Titel nicht mit einem „echten Piano“ eingespielt wurde. Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Suche und noch viel mehr Spaß bei der klanglichen Reise durch die Uncompressed World of the Solo Piano.

Titel

Matthias Frey – Smile

Martin Tingvall – Debbie And The Dogs

Omar Sosa – Esperanza

Andreas Loh – Numinosa

Mathias Claus – Gruß an F.

Martin Vatter – Walchensee, Mondnacht

Michael Fiedler – Gedanken

Jesus Chucho Valdés – Adiva

Joerg Reiter – Sweet Delight

Lutz Gerlach & Ulrike Mai – 4 rain

Kevin Malpass – Reflection

Wolfgang Dauner – Wendekreis des Steinbocks

Jin Ju – Sonata D958-Menuetto

Caroline Fischer – Valse impromptu

Claudius Tanski – Auf Flügeln des Gesanges

Lev Vinocour – The Seasons op. 37

Elisabeth Leonskaja – Frühlingslied op. 62, 6

Kirk Monteux – Eternal Desert (La Calima Edit)